vorab:
Der Anbau von Lampen und Leuchten OHNE E-Prüfzeichen ist nicht erlaubt und kann ein sofortiges Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge haben...!
Da ich ein Spielkind bin, schon immer ein Faible für bunte Lämpchen hatte, hatte ich mir bei SlingMod die Fenderbeleuchtung gekauft.
Diese besteht aus den gelben seitlichen LED-Leuchten mit Lauflicht-Blink-Funktion und den rückwärtigen roten Leuchten.
Um nicht zu sehr aufzufallen - und weil GELB in Europa als Lampenfarbe der seitlichen Kennzeichnung und den Blinkern Standard ist, habe ich mich bei den roten Rückleuchten dazu entschieden die nur als rotes Dauerlicht zu schalten, den zu viel BlingBling ist auch nicht schön und aus diesem Grund auf die Blinkfunktion der roten Lampen verzichtet.
Der Einbau als solches ist kein Hexenwerk, Räder runter, Fender abbauen, Innenbefestigung abschrauben. Dann mit einem Heissluftfön die entsprechenden reflektierenden Klebefolien und die seitlichen Strahler vorsichtig ablösen.
Dann entsprechende Löcher bohren um die Anschlusskabel der Lampen ins Innere des Fenders führen.
Es werden Adapterkabel mitgeliefert und damit ist der elektrischen Anschluss in 3 Minuten erledigt.
Ein erster Test hat ergebe, dass die Lampen mit der Bordspannung von 14,6 V so furchtbar hell sind und so auffällig, dass die Leuchtstärke irgendwie reduziert werden muss.
Außerdem blendeten mich die roten Rückleuchten selbst..
Da ich kein ausgewiesener Elektronik-Fachmann bin, hatte ich mich im www ein wenig schlau gemacht und über den vergangenen Sommer einen ersten Test gemacht.
Hierzu hatte ich kleine Miniplatinen (Spannungsregler) mit einem Schleifpotentiometer verwendet und damit die Ausgangsspannung zu den Lampen hin mit 10 V einreguliert.
Da die Stromaufnahme der LED-Beleuchtung so klein ist, konnte ich getrost darauf vertrauen, dass diese Platinen max "handwarm" würden.
Das hat auch den ganzen Sommer prima funktioniert und nachdem ich im Hunsrück in ein Unwetter mit sintflutartigem Regen geraten war, bemerkte ich, dass diese Platinen scheinbar trotz Schrumpfschlauch und vermeintlich wasserdicht den äusseren Witterungseinflüssen und der permanenten mechanischen Belastung (good vibrations etc.) nicht Stand halten.
Auf der Suche nach einer dauerhaften und unempfindlichen Lösung und mit Hilfe von unserem Forenmitglied Erwin (Xator) möchte ich hier die Weiterentwicklung zeigen.
Nachdem sich die Ausgangsspannung von 10V als alltagstauglich herauskristallisiert hatte und ich zu Hause an meiner kleinen Schreibtischwerkstatt nur max. 12,6 V simulieren konnte, musste ich als ersten Schritt mein Equipment erweitern - eine neue Lötstation und ein stabilisiertes Netzteil wurden angeschafft.
Erwin gab mir den Hinweis, dass meine Wahl der Miniplatinen mit dem Schleifpotentiometer nur eine Platine ist die eher zu Testzwecken geeignet ist und gab mir den Rat eine Platine mit einem sog. „Präzisionspotentiometer“ zu verbauen.
Nachdem die entsprechenden elektronischen Bauteile eingetroffen waren, ging es an den erneuten Zusammenbau mit neuen Platinen.
alte Platine mit Schleifpotentiometer
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Neue Platine mit Präzisionspotentiometer
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Labornetzteil
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Die nächsten Schritte sehen so aus, dass ich mir mit einem 3D-Drucker kleine Gehäuseförmchen gedruckt habe. Dort werden die Platinen eingesetzt und mit PlastiDip Flüssiggummi vergossen.
Gehäuse
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Vergussmasse
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Damit trotzt die Elektronik allen Widrigkeiten, alle Lampen sind gleichmässig hell und das gewünschte Ergebnis ist erreicht.
Ich habe fertig...
Gruß vom Tourensohn