Mein Spyder und Ich

Oberpfalz-Tour 2018 - Samstagstour

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Am Samstag wollten wir uns nicht verausgaben, deshalb plante ich eine Tour von knapp 200 Kilometern, mit einem Boxenstopp genau in der Mitte. Die Wettervorhersage war gut; nicht so brutal warm, etwas bewölkt, aber kein Regen! Vom Bergerwirt aus ging es über Pösing, Cham, Bad Kötzting und Bayrisch Eisenstein zum Großen Arbersee. Glücklicherweise war an diesem Tag nicht viel und wir konnten, mehr oder weniger, direkt am See parken. Das hatte ich im vergangenen Jahr, als ich dort mit der Familie in Urlaub war, noch ganz anders erlebt ...



Der Große Arbersee - ein Relikt aus der letzten Eiszeit.



Bei Arberseehaus stand doch tatsächlich ein weiterer Spyder mit Regensburger Nummernschild. Leider habe ich den Fahrer nicht angetroffen. Vielleicht ein Kollege hier aus dem Forum?



Ohwohl der Wetterbericht keinen Regen angekündigt hatte, fing es dann auf dem Weg vom Großen Arber runter nach Bodenmais doch an zu regnen. Zum Glück war das aber fast der Rede nicht wert! Selbst mir den Sommerklamotten wurden wir nicht wirklich nass.

Bis auf den kleinen Schauer lief alles nach Plan. Von Bodenmais aus wäre es nur noch ein Katzensprung bis zur Mittagspause gewesen. Doch leider hatte in DHL-Mann andere Pläne: Beim Rückwärtsfahren hat er meinen Flügelmann übersehen und über den Haufen gerannt oder besser gesagt über den Haufen gefahren *GRRR* Mich hat er noch durchgelassen, aber dann weiter zurückgesetzt. Da ich schon ein paar Meter weiter um die nächste Biegung war, habe ich das Malheur gar nicht sofort mitbekommen. Erst als Markus nicht mehr nachkam, wurde ich stutzig.

Glücklicherweise ist Markus nichts passiert und der Schaden am Motorrad hielt sich in Grenzen - immerhin war es noch fahrbereit, obwohl der Kupplungshebel schon deutlich kaltverformt wurde. Die Unfallaufnahme durch die Polizei kostet uns fast eine Stunde. Naja, aber Glück im Unglück ... wir konnten ja weiterfahren, aber die Stimmung war natürlich im Keller.

Die 30 Kilometer bis zum Reinerhof fuhren wir dann entsprechend langsam. Wir mussten ja sicher gehen, dass das Motorrad nicht doch mehr abbekommen hatte, aber anscheinend ist so eine Honda CBF1000 ein zäher Brocken. Entgegen des Wetterbericht war auch dieser Abschnitt auch nicht ganz frei von Regenschauern, aber wenigstens konnten wir dort unser Weißbier auf der Sonnenterrasse einnehmen - zumindest anfangs. Gegen Ende hin mussten wir uns dann nach drinnen in die Schindelbar zurückziehen. Dort ist es auch schön ...

Als wir uns dann wieder auf den Weg machen wollten, kam uns ein Wolkenbruch dazwischen. Soviel zum Wetterbericht?! Daher beschlossen wir, noch auf einen Cappuccino zu bleiben ... gute Entscheidung!



Leider war uns der Wettergott von da an nicht mehr hold. Es regnete immer wieder - mal mehr und mal weniger. In einer kurzen Regenpause entschieden wir, den letzten Abschnitt unter die Räder zu nehmen. Aber der regenlose Zeit währte nicht lange. Schon nach wenigen 100 Metern fing es wieder an. Wegen der schlechten Wetterprognose entschieden wir, den direkten Weg zu nehmen. Mein Garmin nahm den Befehl aber etwas zu wörtlich. Zwar kürzte es die Route um fast 50 %, aber dafür ging es aber oftmals querfeldein. Ich hatte mit dem Spyder zwar keine Probleme, aber Markus musste mit dem Zweirad schon etwas kämpfen. Letztendlich sind wir dann doch gut und fast wieder trocken beim Bergerwirt angekommen. Dort belohnten wir uns mit einem super Abendessen und dem ein oder anderen Kaltgetränk.

Zur Einstimmung gab's eine leckere Kartoffelcremesuppe ...



... und anschließend ein Knusperschnitzel "Griechische Art" - mal 'was anderes!



Der Biergarten vom Bergerwirt - immer wieder ein Genuss!



So, das war geschafft! Jetzt konnten wir zum gemütlichen Teil des Abends übergehen ...

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